Kategorie-Archiv: Selbstmanagement

Ein Kalender fürs „Commitment“

Kalenderblatt für 100 Tage zum Ankreuzen

Es ist schon bald Ende Februar, und ich komme nicht voran. Ich ahne es, ich befürchte es.

Damit die Ahnung es bunt auf weiß bekommt, führe ich nicht einfach eine Strichliste ein. Ich schaffe mir ein visuelles Instrument: Den Ankreuz-Kalender für 100 Tage* oder 100 Male, an denen ich etwas für mein Commitment in diesem Jahr tue.

Ich freu mich schon, wenn ich die ersten 25 oder 50 Male erreicht habe. An den Meilensteinen werde ich feiern. Ich glaube und hoffe, dass es dann für mich wie von selbst läuft.

Denn wenn ich meine Ziele im ersten Halbjahr noch erreichen möchte, dann muss ich wirklich sehen, was ich dafür tue. Auf einem meiner Kalender wird deshalb stehen: „30 – 60 Minuten Schreibzeit für Roman“.

Den Kalender gebe ich hier zum Download frei, vielleicht braucht ja noch jemand eine bunte Ankreuzfläche. Er heißt natürlich „Mein Commitment“, weil Commitment mein Jahresthema ist, lässt sich aber frei anpassen. Sowohl für Schreibziele wie auch für Fitnessübungen, Meditation- und Yoga oder Diätthemen. Hauptsache es geht um einen definierten Zeitraum, an dem regelmäßig etwas Bestimmtes getan wird. Wem die 100 Tage zuviel sind, der kann ja auch explizit 50 Male hineinschreiben oder 50 Mal in 100 Tagen oder wie auch immer.

*Wie komme ich ausgerechnet auf 100? In Qigong werden auch Übungskalender über 100 Tage genutzt. Man geht davon aus, dass dir nach 100 Tagen die Übungen in Fleisch und Blut übergehen. Natürlich schafft das nicht jeder. Daher ist die Variante 100 Mal z.B. innerhalb vier bis fünf Monaten eine praktikable Alternative.

Download: Buntesegel Commitment-Kalender (PDF, 370kb)

 

Wie geht’s voran mit den eigenen Zielen?

Ziel-Ergebnis-Blogbild

Das neue Jahr ist sechs Wochen alt, Karneval auf allen Sendern, Valentinstag und Fastenzeit… Ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich ahne, dass ich mein Jahresmotto „Commitment“ bisher auf alles Mögliche bezogen habe, nur nicht auf meine beiden konkreten Ziele: am Romanentwurf arbeiten und öfter mal nach 18 Uhr nichts essen.

Erste Ergebnisse?

  • Ich bin zwei Schritte in der Snowflake-Methode vorangekommen. Insgesamt sind es 10 Schritte zur Vorbereitung des Plots (Näheres zur Snowflake-Methode beschreibt Randy Ingermanson hier). Der dritte Schritt macht richtig Arbeit: Ich muss hier nämlich für jede wichtigere Figur eine Zusammenfassung schreiben. Also Name, Rolle in der Story, Ziele, Konflikte und was sich für diese Figur ‚verändert‘ durch die Geschichte. Wahrscheinlich habe ich deshalb erstmal eine Pause eingelegt.
  • Nichts mehr Essen nach 18 Uhr ist so eine Sache. Ich habe es vielleicht fünf Mal geschafft. Teilweise ging es gut, einmal konnte ich deswegen nicht einschlafen. Ich lebe nicht alleine, und wenn da einer abends was Leckeres kocht, ist es schwer, nicht mitzuessen. Ich hatte mir das Ziel gesetzt 100 Tage zu schaffen. Fehlen noch 95.

Dass ich während der Arbeit keine Zeit für den Roman habe, ist übrigens keine Entschuldigung. Denn ich habe in meiner Freizeit unheimlich viel Zeit fürs Lesen aller möglichen Bücher gefunden – und natürlich fürs Internet.

Wofür ich in meiner Freizeit Zeit hatte

  • In meinem relativ neuen E-Book-Reader das Gratisbuch von Alex Capus ‚León und Louise‘ fertig gelesen.
  • Aus der Onleihe einen Ratgeber von Christine Weiner „Ich wär so gern ganz anders, aber ich komme so selten dazu“ komplett gelesen.
  • Stephan Waldscheidts „Schneller Bestseller – Bessere! Romane! Schreiben! 3″ gelesen und rezensiert.
  • „Die Prophezeiungen von Celestine“ von James Redfield in einem Flohmarktladen entdeckt, gekauft, gelesen und dadurch erfahren, dass Celestine kein Mensch, sondern ein Ort ist.
  • Ich habe  Texte zu autobiografischen bzw. schreibtherapeutischen Themen für mein Fernstudium Poesiepädagogik geschrieben.
  • Ich habe mich schreibend mit einigen Karten aus dem Selbstheilungs-Navigator von Clemens Kuby befasst.
  • Vier Blogbeiträge verfasst, einige Kommentare auf anderen Blogs und in Foren.
  • Ich habe eine meiner Webseiten von Joomla 1.5 auf Joomla 2.5 migriert und ein neues Template angepasst.
  • Viel Zeit hatte ich anscheinend auch für Internet-Spiele und TV.

Und nun? Ich kann zwar sagen, ich war produktiv, schließlich habe ich ja auch geschrieben. Aber ich glaube fast, ich brauche doch einen Plan, damit ich in den richtigen Themen produktiv werd. Ob nun Stundenplan, Tages- oder Wochenplan.

Als Qigong-Praktizierende weiß ich, dass täglich eine Viertelstunde viel mehr bringt, als nur einmal in der Woche eine Stunde. Ich nehme mir vor, zweimal die Woche nach 18 Uhr nichts zu essen und mir jeden Tag mindestens 30 Minuten für die Schneeflockenmethode zu nehmen. Ich werde mir eine Liste zum Abhaken erstellen und Erinnerungen in Thunderbird platzieren. So, jetzt aber! Commitment heißt Hingabe und Festlegung. So, jetzt aber! Zeit läuft.

 

 

 

 

 

Commitment: Gedanken zu einem Jahresthema

Commitment als Wort, Regenbogen, Wolken
Ich habe es im vorigen Beitrag schon angedeutet: Dieses Jahr setze ich mir einerseits konkrete Ziele, um produktiver zu werden und Dinge abzuschließen, die ich vorhabe. Ich setze mir aber auch ein Jahresthema, das meine Aktivitäten in diesem Jahr begleiten soll.

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